Unser Kreuz für Demokratie

Am 8. März sind Kommunalwahlen. Sowohl katholische als auch evangelische Kirche, beide haben sich klar gegen Parteien ausgesprochen, die völkischen Nationalismus und Menschenfeindlichkeit propagieren.
Bei einem gemeinsamen Treffen der Seelsorger/innen des evangelischen und katholischen Dekanats Fürth haben wir uns ausgetauscht über unsere Sorge um die Demokratie.
Wir fürchten, dass in unserer Gesellschaft vieles verloren zu gehen droht, was wir für grundlegend erachten:
Kompromisse schließen; aufeinander hören; Durststrecken gemeinsam aushalten; gnädig sein; vergeben können; Menschenwürde für alle; Minderheitenschutz; Wahrhaftigkeit; Barmherzigkeit ...
Deshalb wollen wir etwas dagegensetzen:
Unsere Liebe zur Schöpfung und zum Leben; die Möglichkeit zur freien Meinung; Gelassenheit, wenn nicht alle meine Meinung teilen; Fairness; Anstand; Respekt und Demut im Umgang mit Fremden und Andersdenkenden ...
Dazu gehen wir als Seelsorger/innen in die Öffentlichkeit, in die Fürther Fußgängerzone, am Donnerstag, den 5. Februar von 15.00 bis 17.00 Uhr (Nähe Drogerie Müller).
Wir wollen zuhören, was die Menschen bewegt, ihre Sorgen und Nöte. Wir wollen unsere Werte darlegen. Das, was wir als grundlegend für ein gutes Miteinander erachten. Wir wollen ins Gespräch kommen.
Wir laden alle Menschen guten Willens ein vorbeizuschauen, dabei zu sein, mit uns und anderen ins Gespräch zu kommen.
Demokratie ist kein Selbstläufer. Sie lebt davon, dass wir sie gemeinsam lebendig gestalten.
Stefan Gardill, GemRef