Spende für das Frauenhaus Bamberg

Das Jugendamt der Erzdiözese Bamberg hat dem Frauenhaus Bamberg am Freitag, den 5. Dezember 2025, eine Spende in Höhe von 500 Euro überreicht. „Wir freuen uns sehr über die Spende“, sagt Bettina Hainke, Leiterin des Frauenhauses. „Einen Teil des Geldes können wir verwenden, um die Festivitäten im Advent zu bezahlen, zum Beispiel die Nikolaus- und die Weihnachtsfeier. Außerdem wollen wir das Kinderhaus renovieren, das Räumlichkeiten für die Kinderbetreuung bietet.“
Das Frauenhaus gehört zum SkF e.V. Bamberg (Sozialdienst katholischer Frauen) und besteht seit 1986. Bettina Hainke erläutert bei der Spendenübergabe im „IMMERHIN – Haus der Jugend“ in Bamberg: „Wir nehmen Frauen auf, die vor Gewalt in der Familie fliehen. Sie können ihre Kinder mitnehmen. Bei uns im Schutzhaus finden sie eine Wohn- und Begleitungsmöglichkeit, bis wir wissen, wie ihr Weg weitergeht.“
Björn Scharf, Leiter des Jugendamts der Erzdiözese Bamberg, hat die Spende bewusst an das Frauenhaus überreicht, denn: „Nachdem wir erfahren haben, dass ein großer Teil der Frauen im Frauenhaus im Alter unserer Zielgruppe sind – nämlich unter 30 Jahren – war es uns ein Anliegen, in diesem Jahr dem Frauenhaus die Spende zugutekommen zu lassen.“
Gesammelt wurde das Geld bei einer adventlichen Versteigerung im Kollegium des Jugendamtes, das auf diese Weise soziale oder karitative Projekte unterstützt. Joachim Waidmann, Leiter des Referats Schulnahe Jugendarbeit, moderierte die Versteigerung auf humorvolle Weise. Er sammelte im Vorfeld der Adventsfeier verschiedene Einsätze, zum Beispiel ein Bücherpaket, eine organisierte Wanderung oder eine Domführung. Die Geldsumme, die durch die Versteigerung zusammenkam, wurde nun dem Frauenhaus gespendet.
Für Frauenhäuser in ganz Deutschland ist es momentan eine Herausforderung, nicht zu wissen, wie die Finanzierung weitergeht. Im Februar 2025 verabschiedete die Bundesregierung nämlich das Gewalthilfegesetz, was bedeutet, dass jede gewaltbetroffene Frau ab 2032 einen Rechtsanspruch auf einen Schutzhaus-Platz hat. Momentan fehlen rund 12.000 Plätze in Deutschland. Es ist noch nicht geklärt, wie die Finanzierung der Frauenhäuser in den Bundesländern sichergestellt wird. „Hoffentlich wird es ab 2027 Länderverordnungen geben“, meint Bettina Hainke. „Mit dem guten Ziel, dass jede Frau einen Platz bekommt, wenn sie ihn braucht, muss auch klargestellt werden, wie das finanziert wird.“
Da die Spendenübergabe im „IMMERHIN – Haus der Jugend“ stattgefunden hat, weist Björn Scharf darauf hin: „Seit Mai 2025 steht die Einrichtung mit ihrem vielfältigen Angebot und dem attraktiven Veranstaltungsbereich der Jugend in Stadt und Landkreis Bamberg zur Verfügung.“ Informationen zu aktuellen Veranstaltungen sind auf der Homepage zu finden: immerhin.de